13.06.2017

Neue Gefahrenpiktogramme für Chemikalien

Wir alle haben schon damit zu tun gehabt, oftmals ohne dass wir uns große Gedanken über deren Schädlichkeit gemacht haben. Die Rede ist von Gefahrstoffen. Tagtäglich begegnen wir ihnen: im Supermarkt, beim Tanken, vor allem im Haushalt. Viele auf den ersten Blick harmlose Mittel, wie Blumendünger, WC- oder Felgenreiniger, können nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Umwelt zu einer ernsten Gefahr werden. Auch bei der privaten Anwendung können Schutzmaßnahmen erforderlich sein. Der richtige Umgang mit diesen gefährlichen Stoffen will gelernt sein, damit daraus keine Risiken für Mensch, Tier oder Umwelt resultieren.

 

Seit 01 Juni 2017 müssen alle Produkte, die gefährliche Stoffe enthalten, mit den rot-weißen GHS Gefahrenpiktogrammen gekennzeichnet sein.

 

Gemäß Verordnung (EU) Nr.1272/2009 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von gefährlichen Stoffen und Gemischen (kurz: CLP-Verordnung) endete die Frist für den Abverkauf von Produkten, die noch mit den alten orange-schwarzen Gefahrensymbolen gekennzeichnet sind am 31. Mai 2017. CLP steht in diesem Zusammenhang für Classification, Labelling and Packaging. Seit 01. Juni 2017 sind in der gesamten EU ausschließlich die neuen Gefahrenpiktogramme zu verwenden. Die Gefahrenpiktogramme sind auf der Spitze stehende Quadrate mit rotem Rahmen und weißem Hintergrund.

 

  

Bedeutung der Piktogramme

  

Produkte mit Gefahrenpiktogrammen können bei unsachgemäßer Handhabung Schaden verursachen. Machen Sie sich deshalb mit der Bedeutung der neuen Gefahrenpiktogramme vertraut und lesen Sie die Anweisungen zu einer sicheren Verwendung des Produkts.

 

GHS Piktogramme  

 

Rechtliches

  

  • Verordnung (EU) Nr.1272/2009 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (CLP-Verordnung) ist am 20.01.2009 in Kraft getreten.
  • Übergangsfristen bis zum 01.06.2017 sollten EU-weit für einen schrittweisen Übergang zu dieser neuen Kennzeichnung sorgen.
  • EU-Arbeitnehmerschutzrecht: Mit der Richtlinie RL 2014/27/EU wurden fünf arbeitnehmerschutzrechtliche EU-Richtlinien betreffend Arbeitsstoffe an die CLP-Verordnung angepasst.
  • Innerstaatliches Arbeitnehmerschutzrecht: Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, das Verweise auf das "alte" Chemikalienrecht enthielt, wurde bereits mit einer Novelle vom 01.06.2015 ans CLP angepasst. Ebenso erfolgten Novellen zur Kennzeichnungs­verordnung und zur die Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsverordnung.

 

Auswirkungen auf die betriebliche Praxis

Was für Sie aus unternehmerischer Sicht relevant sein könnte:

  • Eine Anpassung der Arbeitsstoffevaluierung, der Betriebsanweisungen und der Unter­weisungsunterlagen sowie allfälliger anderer Unterlagen betreffend gefährlicher Arbeitsstoffe wird mit der Anpassung ans CLP erforderlich.
  • Die innerbetriebliche Kennzeichnung von Behältern, Rohrleitungen und Lagerräumen ist ebenfalls zu überprüfen und anzupassen.
  • Geänderte Einstufungskriterien können bei Gemischen zu manchmal strengeren Einstufungen führen. Die Lagerung insbesondere entzündbarer Flüssigkeiten ist daher zu überprüfen.
  • Im Einzelfall kann es durch geänderte Einstufungskriterien auch zu geänderten Produktzusammensetzungen kommen.

 

Kontaktinformation

Österreichischer REACH-CLP-Helpdesk

T: 01/31 00 472
E: office@reachhelpdesk.at
W: www.reachhelpdesk.at/clp

 

Quellen:

  • umweltzeichen.at
  • TÜV Rheinland

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